DIALOGGRUPPEN BESTIMMEN: IN 3 SCHRITTEN ZU DEINEN STAKEHOLDERN

DIALOGGRUPPEN BESTIMMEN- IN 3 SCHRITTEN ZU DEINEN STAKEHOLDERN

In diesem Blogartikel habe ich gezeigt, warum ein Kommunikationskonzept unentbehrlich ist und was das mit dem Erreichen deiner Ziele zu tun hat. Heute widme ich mich einem wesentlichen Teilbereich des Konzeptes, nämlich der Definition der Dialoggruppen: Mit wem will ich sprechen – und wer mit mir? Wenn du dir diese Fragen stellst, findest du in der Kommunikation den roten Faden, der dir zeigt wie du deine Ressourcen gezielt einsetzt und deine Ziele erreichst. Denn wer präzise definiert, gestaltet die Maßnahmen effizient.

Unternehmenskommunikation und Marketing dürfen sich nicht widersprechen (= integrierte Kommunikation). Sie sind aber auch nicht deckungsgleich. Am deutlichsten zeigt sich das bei der Selektion der Anspruchsgruppen: Während die Zielgruppe im Marketing in erster Linie die Kunden sind, nimmt die Unternehmenskommunikation ein breites Spektrum an Dialoggruppen ins Visier.

Wenn du deine Ziele erreichen möchtest, musst du natürlich wissen mit wem du es auf dem Weg dort hin zu tun hast. Wer sind deine Dialoggruppen? Es ist zwar verlockend mit so viel Menschen wie möglich einen Dialog aufbauen zu wollen, aber realistischerweise – und um deine Ressourcen zu schonen – musst du herausfinden, welche Stakeholder (=Dialoggruppen) für dein Business tatsächlich relevant sind. “Potentielle Kunden” sind zwar eine Dialoggruppe, für die Ausgestaltung von Maßnahmen ist sie aber zu unpräzise formuliert.

Es gibt viele Möglichkeiten deine Dialoggruppen zu gliedern. Je nach Ausgangslage und Zielsetzung wird eine andere Herangehendweise für dich sinnvoll sein. Hier eine Anleitung in drei Schritten für meine favorisierte Vorgehensweise:

 

1. Sammeln: Alle Dialoggruppen berücksichtigen

Mögliche Stakeholder lassen sich zB in einem Brainstorming sammeln. Hier steht die grundlegende Auflistung ALLER möglichen Dialoggruppen im Vordergrund. Dies ermöglicht eine losgelöste Betrachtungsweise und öffnet den Blick für die Stakeholder, die sich in einem oder um ein Unternehmen gruppieren. Dialoggruppen sind zB Journalisten, Analysten, Verbandsvertreter, Fachexperten, Politiker, (potentielle) Kunden, Mitbewerber, Anrainer und Kooperationspartner. Beachte: Interne Stakeholder und Meinungsbildner können für den Geschäftserfolg eine entscheidende Rolle spielen.

 

2. Priorisieren: Wer beeinflusst meinen Erfolg

Die wichtigste Frage die du dir jetzt stellen musst lautet: Wer beeinflusst meinen Geschäftserfolg? Die zuvor gesammelten Stakeholder lassen sich auf einer vertikalen Achse (zB mit Post its) nach Priorität ordnen. Präziser wird das Bild, wenn du eine horizontale Achse hinzufügst auf der du deine Bekanntheit bei den einzelnen Dialoggruppen festhältst.

Matrix zur Priorisierung von Dialoggruppen

 

3. Konkretisieren: Dialoggruppen darstellen

Nun ist es an der Zeit sich damit zu beschäftigen was die einzelnen Dialoggruppen beschäftigt. Hier eignet es sich mit der Persona-Methode den einzelnen Stakeholdern ein Gesicht zu geben. Der Kern besteht darin, fiktiven Personen mit all ihren Eigenschaften, Gewohnheiten, Lebenswelten, und Bedürfnissen zu definieren. Diese Personen stehen dann stellvertretend für die jeweilige Dialoggruppe.

 

Bonus: Wer interessiert sich wann für was?

Jetzt weißt du welche Stakeholder du in der Kommunikation für dein Business unbedingt beachten musst und welche nicht so relevant für deinen Erfolg sind. Diese Erkenntnis für sich ist schon mal viel wert. Jetzt musst du sie nur noch richtig einsetzen. ZB in deiner Themenplanung: Lasse die Bedürfnisse der Dialoggruppen (zeitlich) direkt in die Themenplanung einfließen. Das ist vor allem bei der Kommunikation zu Events hilfreich.

 

Achtung

Konzeption verläuft selten linear. Die beschriebenen Schritte beeinflussen und befruchten sich gegenseitig. Bei der Definition von Personas können neue Stakeholder auftauchen. Die beste Wirkung erzielst du, wenn du deine Dialoggruppen mit den beschriebenen Schritten nicht linear, sondern zyklisch wiederholend entwickelst.

 

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