THEMEN- UND REDAKTIONSPLAN FÜR BLOG UND SOCIAL MEDIA

THEMEN- UND REDAKTIONSPLAN FÜR BLOG UND SOCIAL MEDIA

Ein Redaktionsplan hat, wie das Wort schon sagt, etwas mit Planung zu tun. Ich möchte dich mit dieser Anleitung inspirieren, vorausschauend und strategisch deine Postings zu planen. Du erfährst hier also das große Wie und Warum in Sachen Facebook-Content. Die Umsetzung ist nämlich ganz einfach, wenn man vor dem fertigen Redaktionsplan sitzt.

 

Warum ein Themen- und Redaktionsplan?

Es ist ratsam einen Themen- und Redaktionsplan zu nutzen, wenn du Content Marketing für dein Business betreiben willst. Das heißt, du stellst die von dir produzierten Texte, Bilder oder Videos zur Verfügung um auf deine Themen und dein Business aufmerksam zu machen. Dabei kannst du aber ganz schnell den Überblick verlieren, wenn du zuvor nicht wenigstens die Inhalte geplant und Ziele für die Nutzung von Facebook definiert hast. Ein Redaktionsplan unterstützt dich in deinem organisatorischen Ablauf und hilft dir dich auf das wesentliche, nämlich die Content-Produktion, zu konzentrieren. Das Ziel ist, den Content in einer Tabelle zu erfassen und damit zu fixieren. Jedoch muss ein Redaktionsplan auch genügend Flexibilität bieten um aktuelle Themen aufzugreifen und teilen zu können. Der Redaktionsplan sollte daher als Richtlinie und grobe Orientierung verstanden werden.

 

Redaktionsprozess

Falls du vom Sinn eines Redaktionsplans noch nicht überzeugt bist, dann schaue dir doch mal deinen Redaktionsprozess an. Welche einzelnen Schritte sind notwendig um passenden Content zu erstellen? In welcher Reihenfolge musst du die Schritte abarbeiten, um am Ende ein hervorragendes Ergebnis zu erhalten?

 

Mein Prozess für die Erstellung eines Blogartikels besteht aus 9 Teilschritten:

  1. Zeitplanung (Wie viel Zeit kann ich aufwenden? Das ist bei mir von Woche zu Woche unterschiedlich.)
  2. Themenrecherche
  3. Bewertung der Recherche
  4. Texten
  5. Strukturierung und Aufbereitung inkl. Bilder und Grafiken
  6. Erstes Korrekturlesen
  7. Einpflegen in den Blog
  8. Korrekturlesen in der Vorschau
  9. Veröffentlichung

Eine ähnliche Herangehensweise habe ich mir für die Erstellung von Social Media Postserien und Grafiken zurechtgelegt.

 

Du siehst, von der Idee bis zum fertigen Content gibt es wiederkehrende Schritte. Und du ahnst es vielleicht schon: Wiederkehrende Schritte geben Spielraum zum Zusammenfassen von einzelnen Tätigkeiten. Durch das Bündeln von zB Recherchearbeiten sparst du jede Menge Zeit und brauchst die entsprechenden Postings dann nur noch wöchentlich einstellen.

 

Was gehört in einen Redaktionsplan?

Zielgruppe, Thema und Intention.

 

Du musst dir darüber im Klaren sein, an welchen Themen dein Wunschkunde interessiert ist (dh welche Probleme er hat) und ob du zu genau diesem Thema etwas zu sagen hast (also bei der Lösung des Problems helfen kannst). Themen, die deine Besucher wirklich interessieren und die auch zu deiner Branche und deinem Business passen findest du bei deinem Kundenavatar (Sag‘ jetzt nicht du hast noch keinen!) und zB bei Google AdWords.

 

Außerdem macht es Sinn sich zu überlegen, was man mit dem Beitrag erreichen will. Intentionen können zB Produktvorstellung oder -bekanntmachung, Reputations- und Markenaufbau, Eventankündigung oder Unterhaltung sein. Je nach Intention musst du deinen Content ev anders aufbereiten.

 

Tipp: Es ist nicht nur wichtig, wie du deine Zielgruppe ansprichst, sondern auch wo. Ist deine Zielgruppe auf Facebook unterwegs? Wo genau? In welchen Gruppen? Oder auch (oder eher nur?) in speziellen Foren oder gar anderen sozialen Netzwerken? Ist deine Zielgruppe eher für Zeitschriften zu begeistern, dann solltest du aus deinem Beitrag einen Printartikel machen.

 

Redaktionsplan in Tabellenform

Eine Tabelle hilft dir den Überblick zu behalten, weil sie sich leicht ergänzen lässt und durch Filter und Sortierung viele Möglichkeiten für das Auffinden von Zusammenhängen bietet. Die Mindestanforderung an einen Redaktionsplan sind folgende Spalten:

  • Datum
  • Tag
  • Anlass/Intention
  • Thema
  • Bild/Video
  • Deadline
  • Blog
  • Social Media Kanäle

In den einzelnen Zeilen können entweder Kreuzchen gemacht werden, oder du definierst Statusbegriffe, die zeigen wie weit das jeweilige Projekt fortgeschritten ist. ZB final, in Arbeit, Entwurf, in Planung, …

 

Inhalt und strategische Planung

Bei den Inhalten solltest du dich auch an saisonalen Themen orientieren und besonderen Anlässen (Jahres- oder Feiertag) orientieren. Beiträge oder Posts mit Informationen zu solchen Tagen zeigen Aktualität und sorgen in der Regel für mehr Interaktion bei deinen Fans. Außerdem kannst du in solchen Posts auch auf thematisch passende Produkte oder Angebote hinweisen.

 

Neben einmaligen Posts enthält der Themenplan auch eine Übersicht an regelmäßig wiederkehrenden Serien wie zB Fotos, Videos oder Zitate.

 

In der Tabelle solltest du also jedes einzelnen Beitrag in einer Zeile erfassen. Das kannst du bereits für Monate im Voraus machen und somit auch Abwesenheitszeiten (Urlaub, Krankheit) überbrücken. Die Inhalte müssen dabei nicht genau ausformuliert werden. Aber je genauer du vorab alles festlegst, umso schneller bist du dann in der Umsetzung.

 

 

Redaktionsplan als Themenarchiv

Neben der Struktur und der Organisation die dir ein Redaktionsplan in Tabellenform bietet, solltest du ihn ebenso als Themenarchiv benutzen. Sonst kann es dir leicht passieren, dass du ein Thema doppelt aufgreifst und so ungewollt doppelt Content produzierst. Nimm dir daher vor jedem neuen Artikel oder Post Zeit und prüfe deinen Redaktionsplan. So identifizierst du auch gleich themenverwandte Beiträge auf die du zB in deinem neuen Blogbeitrag verlinken kannst.

 

Tools

Neben Excel bieten sich auch viele Tools an, die dich beim Erstellen des Redaktionsplans unterstützen. Hier einige Beispiele:

Bevor du dich für ein Tool entscheidest, teste es ausgiebig und stelle fest ob es für deine Zwecke sinnvoll ist.

 

Excel-Vorlage

Mittlerweile gibt es sehr viele kostenlose Vorlagen im Netz. Von einfach bis komplex und von s/w bis bunt. Schaue dich um und finde das für dich passende Format. Mir gefällt diese Vorlage sehr gut, weil sie sehr übersichtlich und für Einsteiger einfach handzuhaben ist.

 

Trello

So kannst du Trello für deine Themenplanung nutzen:

Vorlage_Themenplan_Trello

Tipp: Ich nutze Excel und Trello in Kombination: Meinen Themenplan mache ich in Trello. Hier plane ich einzelne Themen, die zeitliche Abfolge und die verschiedenen Ideen dazu. Den Excel-Redaktionsplan nutze ich um Keywords, Links, Ziele und Themen übersichtlich zu speichen. Das erleichtert mir die Abstimmung. Du musst dich also nicht strikt für eine Variante entscheiden. Wichtig ist, dass du konsequent dran bleibst und einen guten Überblick hast.

 

Fazit

Der Themen- und Redaktionsplan ist essentiell, wenn du strategisch planen und deine definierten Ziele erreichen möchtest. Außerdem hilft er dir den Überblick zu behalten und deine Zeit sinnvoll einzusetzen. Wenn du dir einmal die Arbeit machst und die grundlegende Vorgehensweise für dich definisert, wirst du nie wieder ohne auskommen.

 

Der Facebook-Boost für dein Business

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