DREI FEHLER BEI DER SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG UND WIE DU SIE VERMEIDEST

DREI FEHLER BEI DER SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG UND WIE DU SIE VERMEIDEST

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich zum ersten Mal etwas von Suchmaschinenoptimierung (SEO) hörte. Es geschah im Bekanntenkreis. Ein Freund hatte sich gerade in dem Bereich selbstständig gemacht. Welche Wörter er genau zur Erklärung genutzt hat, kann ich gar nicht mehr sagen. Aber dieses Gefühl, das es hinterließ, das kenne ich noch zu gut. Zurück blieben viele große Fragezeichen. Begriffe, die in meinem Wortschatz noch keinen Platz hatten, die Erkenntnis, dass wir von einer Suchmaschine geleitet werden und die Idee, mich beruflich selbst mit dem Thema zu befassen.

Inzwischen sind fast zehn Jahre vergangen. Das Wissen um die Suchmaschinenoptimierung ist gewachsen. Doch noch immer machen fast alle die gleichen Fehler dabei. Ich rede jetzt mal nicht von großen Agenturen oder Freelancern. Die sollten schon wissen, was sie machen. Ich rede von den vielen Einzelunternehmern. Von den „ich mache alles selbst“-Unternehmern. Denn klar, gute Suchmaschinenoptimierung ist richtig teuer und warum sollte man jemanden für etwas bezahlen, das man doch eigentlich selbst gut hinbekommt?

 

Es entstehen zwei Gruppen: Die, die sich durchbeißen und Erfolge feiern und die, die wieder aufgeben.

 

Gut, es gibt noch eine dritte Gruppe. Diejenigen, die die Suchmaschinenoptimierung aus der Hand geben. Häufig für kleines Geld und mit mäßigem Erfolg. Am Ende heißt es dann: SEO bringt doch nichts! Das Geld kann man sich schenken und vielleicht doch wieder in Flyer investieren.

Ertappt?

Du bist in guter Gesellschaft. So ergeht es vielen. SEO ist eben ein Marketingkanal. Richtig eingesetzt wirkt es (nachhaltig) Wunder. Doch nicht richtig durchdacht, falsch angegangen oder nur halbherzig durchgezogen vermag es nur eins: Geld und/oder Zeit verschlingen.

Damit dir das nicht auch passiert, zeige ich dir in meinem Gastbeitrag die drei häufigsten Fehler aus der Praxis. Alleine durch die Vermeidung dieser Fehler wirst du einen deutlichen Sichtbarkeitssprung machen.

Bereit?

Dann los!

 

#1: Was schreibe ich heute denn nun? Ich weiß, da gab es doch diesen tollen Moment…

Kennst du das? Du setzt dich an den Schreibtisch und willst den nächsten Blogbeitrag schreiben. Du bloggst regelmäßig. Denn du weißt, dass Google neue Inhalte mag. Irgendwo hast du dann noch gehört, dass du für den Leser bloggen sollst und nicht für die Suchmaschine. Nichts leichter als das! Du bist immerhin Fachfrau auf deinem Gebiet und der neue Blogbeitrag geht dir flüssig von der Hand. Zack, ist er auch schon hochgeladen und dann passiert

…. nichts ….

Ok, ein paar Besucher kommen über den Newsletter, ein paar über Facebook. In Summe verirren sich 20 oder 30 Leser auf deine Seite. Davon sind die Hälfte eh Mitbewerber. Was auch immer du verkaufen
willst, du wirst es nicht los. Jetzt ist der Moment, in dem du dich den Zahlen stellen musst! Der Moment, in dem du klar formulieren musst, was du mit dem Blog erreichen willst. Wenn du einfach nur deine Erlebnisse teilen willst, dann passt diese Strategie hervorragend.

Du willst aber Geld damit verdienen?

Die Menschen da draußen begeistern? Für dich und dein Angebot?

Tja, dann brauchst du dringend eine neue Strategie!

 

Der Fehler

Keine Sorge, du hast genau den gleichen Fehler gemacht wie die meisten anderen auch. Du hast dir vor der Erstellung deines Beitrages keine Gedanken zu Keywords gemacht. Oder zumindest noch nicht ausreichend viele Gedanken zur Strategie und dazu, welche Keywords gut sind und welche zwar gut klingen, dir aber nichts bringen!

 

Die Lösung!

Bevor du den nächsten Beitrag planst, führe eine umfassende Keyword-Recherche durch. Sorry, ohne diesen Schritt wirst du niemals Erfolg (mit SEO) haben. Denn Google ist nun mal eine Maschine. Diese Maschine kann nur Texte auslesen und bewerten. Sie entscheidet darüber, ob dein Beitrag auf Seite 1 platziert wird oder auf Seite 100. Finde heraus, was gesucht wird. Welche Probleme löst du? Vor allem, wenn du ein erklärungsbedürftiges Produkt hast, sucht leider niemand nach dem Produkt. Aber: Viele suchen nach der Lösung eines Problems. Zeig ihnen, wie du dieses Problem lösen kannst!

Bei der Auswahl der Keywords solltest du darauf achten, dass du die richtigen wählst. Also solche, die dich deinem Ziel näher bringen (verkaufen?). Gleichzeitig sollte das Keyword ein ausreichend hohes Suchvolumen haben. Sprich, es reicht nicht aus, wenn zehn Personen im Monat danach suchen. Es ist eine einfache Rechenaufgabe.

Wenn du 50 Artikel im Jahr schreiben (kannst und) willst und jeder Artikel auf ein Keyword optimiert wurde, der gerade einmal zehn Besucher im Monat auf deine Seite lockt, dann hast du 500 Besucher pro Jahr. Das ist viel zu wenig! Deine Mühe wird sich so niemals auszahlen. Besser wäre es doch, ein Keyword zu wählen, dass 100 oder gar 1000 Mal pro Monat gesucht wird.

Neben dem Suchvolumen ist natürlich auch die Anzahl der Mitbewerber wichtig.

Eine Teilnehmerin aus meinem SEO-Kurs fragte mich letzte Woche, ob es Sinn mache, auf „zehn Tipps gegen Stress“ zu optimieren. Das Suchvolumen war groß genug. Aber: Google spuckte dazu mehr als sieben Millionen Treffer aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass es besagte Teilnehmerin mit dem Beitrag unter die ersten fünf Plätze schafft, ist, sagen wir mal, kaum vorhanden.

Mein Tipp: Suche dir Keywords aus, die ein ausreichend hohes Suchvolumen haben und gleichzeitig
nicht so viel Konkurrenz im www haben. So wirst du schneller Erfolge feiern!

 

#2: Du konzentrierst dich im SEO nur noch auf Keywords

Dass du Keywords brauchst, ist klar. Doch was ist, wenn du trotz gut ausgewählter Keywords keinen Traffic generierst? Vor gut einem Jahr habe ich einen Blogbeitrag geschrieben und ein bisschen meinen Frust dazu verarbeitet, dass alle Welt glaubt, mit den richtigen Keywords wäre ein gutes SEO-Ergebnis problemlos möglich.

Sorry, so ist das leider überhaupt nicht. Außer natürlich, du hast lauter Mitbewerber, die noch weniger optimieren als du selbst. Um überhaupt Beachtung von Google zu bekommen, brauchst du eine technisch gute Seite. Denn nur dann, wenn deine Seite den technischen Anforderungen der Suchmaschine gerecht wird, wirst du überhaupt erst indexiert und mit einer guten Platzierung belohnt. SEO besteht eben aus einem großen technischen Teil. Je mehr Konkurrenz du hast, umso wichtiger wird dieser Teil. Dazu zählt beispielsweise:

  • Die Ladezeit deiner Website
  • Deine Backlinks und die interne Verlinkung
  • Die Meta-Angaben
  • Die Website-Struktur

Deine Website wird mehr oder weniger oft vom Google Bot gecrawlt. Mach es ihm so leicht wie möglich!
Zeig ihm, worum es bei dir geht. Dann wirst du auch mit besseren Platzierungen belohnt!

 

#3: Gut Ding will Weile haben

Ich selbst gehöre ja eher zu den ungeduldigen Typen. Als ich meine neue Seite launchte, starrte ich täglich gebannt in meine Google Serach Console und stellte fest: Da passiert nicht viel. So geht es den meisten. Eine neue Seite kann noch so gut sein. Wenn du viele Mitbewerber hast, braucht es einfach etwas Geduld, bis du erste Ergebnisse feiern kannst. Es gibt im SEO keine (legale) Abkürzung. SEO ist eine langfristige Aufgabe. Wichtig ist, dass du dran bleibst! Verbessere und verändere deine Seite kontinuierlich. Dann wird sich (wenn du die ersten beiden Fehler nicht begehst) dein Erfolg einstellen!

 

ÜBER ELLA HINKEL

Ella Hinkel

 

Ella Hinkel ist Expertin für Suchmaschinenoptimierung und berät in ihrem Unternehmen sichtbar.online sowohl Solopreneure als auch KMUs und große Onlineshops rund um das Thema digitale Sichtbarkeit. Mit ihrem 2018 ins Leben gerufenen Onlinekurs zur Suchmaschinenoptimierung begleitet sie UnternehmerInnen dabei, ihre Websites fit für Google zu machen. Mehr zu ihrem Angebot findest du auf Ellas Facebookseite und natürlich auch auf ihrer Angebotsseite für SEO-Kurse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.