WIE DIE ZUSAMMENARBEIT MIT DEINER GRAFIKERIN ODER DEINEM GRAFIKER ERFOLGREICH WIRD

ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT MIT GRAFIKERIN
Depositphotos, Fotograf: Sepy (Link zum Profil: https://de.depositphotos.com/portfolio-2208684.html)

 

Immer mal wieder lese ich im Netz von Leuten, die unzufrieden mit „ihrer“ Grafikerin oder “ihrem” Grafiker sind. Das Ergebnis der Zusammenarbeit gefällt ihnen nicht, die/der Grafiker*in braucht immer ewig, berücksichtigt die eigenen Wünsche nicht… So oder ähnlich liest sich das dann.

Mir tut das immer leid, da ich mittlerweile aus eigener Erfahrung weiß, dass vieles davon nicht sein müsste, wenn beide Seiten ein paar Dinge beachten würden. Ich möchte euch in diesem Artikel gerne ein paar Tipps an die Hand geben, die euch helfen sollen, damit die Zusammenarbeit mit der Grafikerin oder dem Grafiker eurer Wahl ein Erfolg wird und ihr genau das bekommt, was ihr euch vorgestellt habt.

 

Tipp Nr. 1: die passende grafikerin oder den passenden Grafiker finden

Eine*n Grafiker*in zu finden, deren Arbeiten dem eigenen Geschmack entsprechen und mit dem man menschlich gut klar kommt ist manchmal nicht so einfach. Grafiker*innen tummeln sich natürlich dort, wo sich andere Unternehmer auch aufhalten: auf Facebook, Google+, Instagram, Xing etc. Es gibt aber auch Plattformen, die speziell für Kreative geschaffen wurden: Behance, das Auge, ArtStation, DeviantArt um ein paar der bekannteren zu nennen. Es kommt immer darauf an, was ihr von eurem Grafiker möchtet.

Auf DeviantArt tummeln sich viele Illustratoren, auf Behance gibt es auch viele Brand- und Industriedesigner*innen. Werft immer einen genauen Blick in das Portfolio, so könnt ihr sehen, ob euch der Stil der Grafikerin oder des Grafikers überhaupt zusagt, bevor ihr Kontakt aufnehmt.

Wenn ihr Google nutzt um zu suchen, bekommt ihr auf der ersten Seite die Internetseiten der lokalen Grafiker*innen angezeigt (die stehen meist in einem extra hervorgehobenen Kasten). Das ist ganz praktisch, denn wenn man viel Wert auf ein persönliches Treffen legt, ist das mit einer Grafikerin oder einem Grafiker aus der Nähe um einiges leichter.

Es gibt auch immer wieder Veranstaltungen für Selbstständige und Unternehmer z. B. von der Sparkasse, der Stadt etc. wo man sich treffen und vernetzen kann. Ich selber habe zum Beispiel auf Visitenkartenpartys vom Startercenter hier im Ort am Anfang ein paar Kunden kennengelernt, mit denen ich teilweise immer noch zusammenarbeite.

Optimal ist es natürlich, wenn ihr euch persönlich kennenlernen könnt. So könnt ihr leicht feststellen, ob ihr auf einer Wellenlänge schwingt. Geht das nicht sollte mindestens ein Telefonat oder ein Gespräch über Skype oder ähnliches drin sein. Ich halte nichts von reinen Mailkontakten, ich möchte wissen, was mein Kunde für ein Mensch ist und das geht über Mail nur sehr eingeschränkt. Vieles geht per Telefon auch einfach schneller, da man nicht umständlich per Mail erklären muss, was man jetzt genau möchte.

An dieser Stelle möchte ich kurz ein paar Worte zu Designplattformen wie designenlassen oder fiverr sagen: ich kann verstehen, dass man grade am Anfang sehr auf sein Budget achten muss und diese Seiten deshalb sehr verführerisch sind. Wenn ihr die Zusammenarbeit mit jemandem über diese Plattform wählt solltet ihr ganz genau wissen, was ihr braucht, damit ihr den Grafiker*innen, die an eurer Ausschreibung teilnehmen ein wasserdichtes Briefing geben könnt.

Da der Kontakt zu den Leuten meist sehr eingeschränkt ist, solltet ihr von Anfang an klare Anweisungen formulieren. Ein Logo würde ich nicht über eine solche Plattform in Auftrag geben, dafür ist der Entwicklungsprozess zu komplex. Außerdem ist es schon vorgekommen, dass die Rechte dritter verletzt wurden, da sich die Grafikerin oder der Grafiker die Arbeit einfach machen wollte (um Zeit zu sparen, da die Bezahlung auf diesen Seiten meist eher schlecht ist) und einfach ein bestehendes Logo mit leichten Änderungen kopiert hat – was für den Kunden dann natürlich der GAU ist. Wägt also gut ab, ob ihr solch eine Plattform nutzen möchtet.

 

Tipp Nr. 2: Eine gute Vorarbeit ist die halbe Miete

Wenn ihr Kontakt zur Grafikerin oder zum Grafiker eurer Wahl aufnehmt, solltet ihr das nicht unvorbereitet tun. Ihr solltet wissen, was genau ihr wollt, wie viel Budget ihr zur Verfügung habt und wie eure Deadline ist – ihr könnt euch nämlich sicher sein, dass der Grafiker euch das während eures ersten Gesprächs fragen wird.

Geht es um ein Logo werden die Fragen vermutlich noch weiter gehen (Zielgruppe, Alleinstellungsmerkmal etc.), da die Entwicklung eines zu euch passenden Logos in der Regel ein sehr umfangreicher Prozess ist.

Oft haben Grafiker*innen selber einen Fragebogen, den sie euch zuschicken, um genau solche Fragen abzuklären. Ihr tut also gut daran diese Fragen so genau ihr könnt zu beantworten.

Hilfreich kann es auch sein wenn ihr zB eure Ideen und Inspirationen visualisieren könnt. Pinterest ist eine wahre Fundgrube und ihr könnt dort geheime Boards anlegen, auf denen ihr Bilder von den Dingen sammeln könnt, die ihr im Zusammenhang mit dem Auftrag gut findet und der Grafikerin oder dem Grafiker Zugang zu diesem Board ermöglicht.

Wenn ihr es euch zutraut könnt ihr auch selber Skizzen anfertigen – alles hilft um der Grafikerin oder dem Grafiker zu zeigen, in welche Richtung ihr möchtet. Wenn ihr noch nicht so genau wisst, was ihr eigentlich wollt dafür aber sehr genau, was ihr nicht wollt – prima! Auch das hilft der Grafikerin oder dem Grafiker, denn so kann sie oder er bestimmte Dinge von vornherein ausklammern.

 

Tipp Nr. 3: Gut strukturierte Korrekturen

Es kommt selten vor, dass ein Projekt keiner Änderungen bedarf. Ob es jetzt Fehler im Text sind oder man die Auswahl der Bilder nicht gelungen findet – die meisten Grafiker*innen planen die Zeit für Korrekturschleifen von vornherein mit ein, bis zu einer gewissen Anzahl sind diese also im Preis enthalten (wenn die Anzahl der Korrekturschleifen nicht im Angebot steht unbedingt nachfragen! So erlebt ihr keine bösen Überraschungen).

Wenn ihr Änderungen habt, dann notiert sie am besten und sammelt erstmal. Für jede Änderung oder Korrektur, die einem bei der Sichtung der Layouts auffällt eine extra Mail aufzumachen ist nicht nur aufwändig, sondern auch wenig zielführend.

Am besten schreibt ihr eure Korrekturen in ein Textdokument mit der genauen Stellenangabe, wo im Layout die besagte Korrektur gemacht werden soll. Wenn euch die Grafikerin oder der Grafiker die Layouts als PDF geschickt habt könnt ihr in der PDF selber an den betreffenden Stellen Notizen mit den Korrekturwünschen machen (dafür braucht ihr den Acrobat Reader). Das wäre der beste Weg, aber mit einem Textdokument kommt in der Regel jeder Grafiker klar.

Die telefonische Durchgabe von Korrekturen sollte nur in Ausnahmefällen passieren und dann auch nur, wenn die Änderungen nicht umfangreich sind. Die schriftliche Fixierung der Änderungen dient der Nachhaltung und (sollte es überhaupt dazu kommen) dient im Fall, dass etwas schief läuft als Kontrollmöglichkeit.

Geht also strukturiert vor, speichert die Mails, Layouts und euer Dokument mit den Korrekturen gut auffindbar ab. So geht nichts verloren und ihr könnt den Projektverlauf jederzeit nachvollziehen.

 

Tipp Nr. 4: Teilt euch mit!

Genau genommen ist das kein Tipp, der im speziellen die Zusammenarbeit mit einer Grafikerin oder einem Grafiker betrifft, sondern eigentlich für jedwede Zusammenarbeit, egal mit welcher Dienstleisterin oder welchem Dienstleister.

Wenn irgendwo etwas hakt, dann sprecht es an. Unausgesprochene Unstimmigkeiten sind Gift für jede Arbeitsbeziehung. Wie schnell kann man Dinge falsch verstehen. Bevor ihr also Energie mit ärgern verschwendet sprecht lieber gleich mit eurer Grafikerin oder eurem Grafiker darüber und räumt die Unstimmigkeiten aus der Welt.

Die Zusammenarbeit und somit auch das Endergebnis leiden unter so einer Situation, was doppelt ärgerlich ist, da ihr so Energie und Geld verschwendet.

 

Wenn ihr diese Tipps beherzigt, bekommt ihr am Ende nicht nur genau das, was ihr wolltet, sondern habt mit Sicherheit eine Grafikerin oder einen Grafiker für eine längerfristige Zusammenarbeit gewonnen.

 

ÜBER ANNIKA LEWIN

Annika Lewin

 

Mein Name ist Annika Lewin und ich bin selbstständige Grafikerin aus Recklinghausen. Nach vielen Jahren in einer Werbeagentur habe ich mich nach der Geburt meines Sohnes entschieden, mich als Grafikerin selbstständig zu machen.

Mein Schwerpunkt ist das Corporate Design für Gründer und Unternehmer, die Entwicklung eines authentischen, grafischen Auftritts. Wenn du mehr wissen möchtest, besuche mich gerne unter www.annika-lewin.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.